22. April 2026: Eine Bilanz

Helmut Kohl gehört zu den bedeutendsten Politikern und Staatsmännern in der jüngeren Geschichte.

Im Herbst 1998 zog er sich aus der aktiven Politik zurück; nur sein Bundestagsmandat behielt er bis 2002 noch bei. Als elder statesman war es ihm wichtig, seine Erfahrungen weiterzugeben und sein Leben und seine politischen Entscheidungen aus seiner Sicht zu erklären und nachvollziehbar zu machen. Ab 1999 verfasste er dazu seine Memoiren, hielt Vorträge im In- und Ausland, führte Gespräche und beteiligte sich an Diskussionsrunden. Darüber hinaus widmete er sich der Frage, und führte auch dazu Gespräche, in welcher Form sein politischer Nachlass für die historische Aufarbeitung seines Lebenswerks institutionell abgesichert werden sollte. Seit Helmut Kohls Tod sind fast neun Jahre vergangen (16. Juni 2017).

Anlass für die Helmut-Kohl-Stiftung, Bilanz zu Helmut Kohls juristischen Verfahren zu ziehen, die er in seinen letzten Lebensjahren in Bezug auf seine Memoiren-Arbeit führen musste.

Worum ging es konkret?

Mit den Verfahren ging es für Helmut Kohl darum, die Kontrolle und Deutungshoheit über sein Leben und seine Sicht der Dinge zu behalten, konkret über seine Memoiren und seine als Arbeitsgrundlage dafür erstellten Tonbandaufnahmen mit seinen ins Unreine (also unfertig) auf Band gesprochenen Lebenserinnerungen.

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